Bei einem Stachelhalsband stehen Stacheln in Richtung des Halses des Hundes ab. Schmeißt sich der Hund nach vorne, z.B. beim Erblicken einer vermeintlichen Jagdbeute oder Bedrohung, dann bohren sich diese Stacheln  in den Hals des Hundes und der Hund verspürt Schmerzen. Dadurch soll der Hund lernen, dass  aggressives Verhalten Schmerzen erzeugt und dies Verhalten vermeiden.

Stachelhalsbänder werden seit Jahren benutzt und manche Hunde reagieren  auf diese Erziehungsmethode scheinbar in der gewünschten Art und Weise und daher werden sie von gewissen Hundetrainern und Hundebesitzern als das optimale Mittel zum Disziplinieren des Hundes angesehen.

Was dabei einfach akzeptiert wird ist, dass der Hund dabei verletzt werden kann. Es kann vorkommen, dass die Luftröhre, Blutgefässe, Nerven und Halswirbelsäule des Hundes verletzt werden. Diese Gefahr besteht auch bei "stumpfen", d.h. nicht an den Spitzen angeschliffene Stachlern.

Man hört häufig, dass Hilfsmittel wie Stachelwürger eben in fachkundige Hände gehören.
Das ist eine Aussage, die für mich nicht überzeugend ist. Für mich gilt jemand gerade dann als fachkundig, wenn er zur Ausbildung eines Hundes keine weiteren Hilfsmittel als sein Wissen und seine Konsequenz braucht. Der Stachler ist doch gerade ein Zeichen der Sachunkenntnis und der Hilflosigkeit  des Halters/ des Trainers,- ansonsten bräuchte er ja keinen.

 

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http://das-hundetraining.de/aktion-tausche-stachelhalsband-gegen-training/

 

 

Immer mehr Hundeschulen sprechen sich gegen den Einsatz von Stachelwürgern aus!

 

Was eigentlich eine einmalige Aktion auf einem kleinen Sommerfest werden sollte, hat sich zu einem längerfristigen Angebot mit rasant steigenden Teilnehmerzahlen gemausert.

 

„Tausche Stachelhalsband gegen Training“ bot Hundeschul-Inhaberin Sonja Meiburg im niederbayerischen Volkenschwand-Leibersdorf an. Inzwischen beteiligen sich deutschlandweit immer mehr Hundeschulen an der ausgerufenen Aktion, sogar Hundeschulen aus der Schweiz, Österreich, Luxemburg und sogar Slowenien haben ihre Teilnahme zugesagt.

 

Sie alle machen Hundehaltern, die ein Stachelhalsband benutzen, um ihren Hund zu erziehen, ein Angebot: Bringen die Eigentümer das Stachelhalsband mit und entsorgen es, erhalten sie einen Gutschein für 30 Minuten intensives Einzeltraining.

 

Die Aktion gilt auch für Erziehungsgeschirre, Würgehalsbänder, Sprühhalsbänder, Wurfketten, Discscheiben und Teletakt-Geräte. Inzwischen hat die Aktion eine eigene Fangruppe auf Facebook und eine Webseite, auf der alle Hundeschulen, nach Postleitzahlen sortiert, aufgelistet sind.

 

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Zupackend freundlich


Auf der 12. Internationalen Fachtagung zur Verhaltenskunde und Tierschutz stellte Esther Schalke, Fachtierärztin für Verhaltenskunde, eine neue hundefreundliche und vor allem ungefährliche Methode zur Ausbildung von Hunden im Schutzdienst vor.

Der ´Schutzhundesport` heißt heutzutage zwar ´Vielseitigkeitssport`, doch sind die Wurzeln dieses Sports, die in der Ausbildung von Diensthunden der Polizei liegen, noch deutlich erkennbar. So besteht die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) auch weiterhin aus den drei Abschnitten A Fährtenarbeit, B Unterordnung und C Schutzdienst. In dem traditionellen Hundesport konnten sich viele althergebrachte Ausbildungsmethoden, die zum Teil auf körperlicher Züchtigung beruhen, lange halten. Doch mittlerweile sind viele Vielseitigkeitssportler – zumindest was die Ausbildung in Fährtenarbeit und Unterordnung betrifft – auf moderne, hundefreundlichere Trainingsmethoden umgestiegen.

Beim dritten Abschnitt der Vielseitigkeitsprüfung, dem eigentlichen Schutzdienst, bei dem der Hund einen Figuranten stellen, verbellen und festhalten soll, indem er sich in den Schutzärmel verbeißt, galten hundefreundliche Ausbildungsmethoden jedoch lange Zeit als nicht tauglich. Das lag nicht etwa daran, dass die Hundeführer die traditionellen Methoden bevorzugten. Viele hätten ihre Hunde sehr gerne anders, zum Beispiel mit dem Clicker, trainiert, wussten aber nicht, wie das für die Aufgaben im Schutzdienst funktionieren sollte, erklärte Schalke. Tatsächlich glaubte man, dass man den Hund zu einem ´zupackenden` Verhalten nur motivieren könne, wenn das Tier durch entsprechende Methoden in eine aggressive Stimmung versetzt wird und ein agonistisches Verhalten provoziert wird. Schalke erläuterte in ihrem Vortrag, dass dieser traditionelle Ansatz jedoch äußerst gefährlich ist. Denn er kann dazu führen, dass der Hund auch im Alltag bestimmte Menschen als Gegner ansieht.

Sie zeigte anhand von Videos, dass das erwünschte Verhalten der Hunde im Schutzdienst auch durch ein anderes Training mit dem Clicker erreicht werden kann. Ein ´Scharfmachen` der Hunde ist bei ihrer Methode, die auf Belohnung bzw. auf dem Vorenthalten einer Belohnung beruht (negative Strafe), nicht nötig. Entscheidend für den Erfolg dieser Methode ist allerdings, dass die Hunde in kleinen Schritten – anfangs werden bereits bestimmte Muskelbewegungen belohnt – systematisch und zielgerichtet ausgebildet werden




Quelle:Pfotenleser

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