Zwangsmittel in den Müll

Starkzwangmittel funktionieren - irgendwie!

DAS bestreite ich gar nicht. 

 

Vermutlich würde mir auch "die Lust" am shopping vergehen, wenn mir jemand Steinchen oder Reisszwecken in meine Straßenschuhe platzieren würde.

Oder wahrscheinlich wäre ich auch durchaus bereit "freiwillig" unbezahlte Überstunden zu machen, wenn mir mein Chef das Messer an die Kehle setzt.

Genauso wahrscheinlich würde ich aber dann im Internet einkaufen und den Arbeitgeber wechseln!

 

Dass Dinge scheinbar funktionieren, heißt noch lange nicht, dass sie ihre Berechtigung haben und dass sie sinnvoll sind.

 

Ach, diese Beispiele vermenschlichen den Hund zu sehr?

 

Vielleicht kommen gerade diese Einwände von Leuten, die überhaupt kein Problem damit haben zu behaupten, dass "die Töle sie verarscht" oder "genau weiß, was er soll und nur keine Lust hat" oder eben dominant, trieb- und kopfstark ist und dass es daher ohne Schmerzzufügung und Gewalt nicht ginge......

 

Manche Menschen "schaffen sich einen Hund an" und machen sich in keinster Weise Gedanken darüber, dass jeder Hund eine individuelle Veranlagung hat und damit auch unterschiedliche Stärken und Talente. Oder eben auch naturgegeben Verhaltensweisen oder Vorlieben mitbringt, die vielleicht gar nicht erwartet waren.

 

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen dann Intelligenz, Kreativität und angemessene Sachkenntniss erwerben, um Möglichkeiten der angemessenen Verständigung und Kommunikation mit ihrem Hund zu lernen.

 

Häufig wird der Hund mit für ihn unverständlichen Komandos und starken Reglementierungen überhäuft, die er gar nicht verstehen kann. Oder es werden mentale und körperliche Leistungen von ihm abgefordert, die über seine Leistungsgrenzen hinausgehen.

 

Hunde, die mit Zwangsmitteln zum Gehorsam gebracht worden sind, sind dies NICHT weil sie etwas gelernt haben, sondern weil sie resignieren und wenig bzw. keine Möglichkeiten haben sich der Situation und dem Leid zu entziehen!

Jeder Hundebesitzer der zu solchen Gerätschaften greift, hat sich nie die Mühe gemacht einmal darüber nachzudenken, dass auch Tiere Vertrauen, Sicherheit und Anerkennung brauchen, um erfolgreich Lernen zu können.

 

Der Streßfaktor beim Hund der durch diese Erziehungshilfen entsteht ist enorm.

 

Zudem verknüpft der Hund möglicherweise den Schmerz mit dem was er in dem Moment wo ihm der Schmerz zugefügt wird sieht. Das kann ein anderer Hund, ein Kind, ein Auto etc. sein. Die Chance den Hund situativ durch schmerzerzeugende Einwirkung mit falschen Verknüpfungen zu füttern ist durchaus gegeben.

 

Die Auswirkungen sind für den Hund dramatisch, manchmal tödlich. Wenn er durch die Fehlverknüpfung "völlig überraschend" beschädigend zubeisst und dann als verhaltensgestört und gemeingefährlich eingestuft im Tierheim landet oder eingerschläfert wird.

Es sind nicht die Hunde die eine Zwangsmittel in der Ausbildung brauchen sondern solche Hundebesitzer, die einer Zwangsjacke bedürften, damit der Hund sich vor solchen Unwissenden und doch so bedrohlichen Wesen geschützt werden könnte!

Solange jeder sich einfach einen Hund anschaffen kann, um ihn sich schnell und gedankenlos gefügig zu machen, werden sogenannte Hundeschulen, die auf diese Nachkriegserziehungsmethoden schwören, leider weiterhin regen Besuch erhalten.

Es ist egal, ob der Hund ein Chihuahua ist oder ein Pitbull, es ist an uns ihre Sprache zu lernen und ihnen mit Respekt und Achtung zu begegnen.

Wir können mit unserem geliebten Vierbeiner eine wunderbare Partnerschaft eingehen und der Hund wird vieles Tun um uns zu gefallen - Trotzdem müssen wir auch sein Naturell respektieren, nur so kann eine vertrauensvolle und verlässliche Mensch-Hund-Beziehungentstehen.

 

 

 

"Solange es Menschen gibt, die denken, dass Tiere nicht fühlen,

fühlen Tiere, dass Menschen nicht denken."

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