Püppi und Mmomo: Schnauzengriff!!!

Der sogenannte „Schnauzengriff“ ist auch ein modern gewordenes Mittel, um dem Hund scheinbar artgerecht Dominanz zu zeigen und ihn von unerwünschten Vorhaben abzubringen.

Der Schnauzengriff einer Hundemutter ist allerdings eher ein „Über-den-Fang-Greifen“, ein nachdrückliches Stupsen, wenn klein Welpi zu energisch an der Zitze zieht oder zu überschwänglich mit seinen Spielaufforderungen nervt.

Es ist keine Bestrafung für vorausgegangenes unerwünschtes Verhalten, sondern ein Abbruchsignal für eine bestimmte Situation. Werden die Welpen älter, sind sie im Laufe ihrer Sozialisation mit vielen anderen Arten der innerartlichen Kommunikation vertraut, sodass auch mannigfaltige Abbruchsignale verwendet werden und der Schnauzengriff sozusagen als frühkindliches Erziehungsmittel ausgedient hat. Es bleibt als Dominanzgeste erhalten. Zwischen zwei erwachsenen Hunden, wird die eine Schnauze um die andere gehalten oder drohend über die Schnauze gebissen - sozusagen als Demonstration der Ranghöhe, ich könnte zubeißen, wenn ich wollte.

 

Schnauzenspielereien, Schnauzenzärtlichkeiten bleiben aber dem hündischen Verhaltensrepertoire erhalten und sind immer wieder zwischen sich wohlgesonnenen Vierbeinern zu beobachten.

 

Den Schnauzengriff bei einem erwachsenen Hund als Zwangsmittel anzuwenden, wenn dieser bereits sehr echauffiert ist, ist rein technisch kaum möglich ist und bringt ein deutliches und unter uns gesagt auch nicht wirklich überraschendes Verletzungsrisiko für den Hundeführer mit sich. Und auch das hat so rein gar nichts mit Dominanz des Hundes, sondern sehr viel mehr mit dem Verhalten des Menschen zu tun.

 

Ich persönlich bin eine absolute NICHTSCHNAUZENGREIFERIN, obwohl unsere Schäfitiere ja sehr handliche Schnauzen haben.... Was machen eigentlich Hundehalter von, sagen wir mal, Pekinesen in so einem Fall?????

 

 

 

 

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